Holzfenster

Vermitteln atmosphärische Wärme:
Fenster mit Holzrahmen

Holzfenster prägen das Wohnambiente nicht nur durch ihre wohnliche Anmutung und Wärme - wertvolle und natürliche Materialien sorgen durch Optik und Haptik (die "Anfassbarkeit" des Materials) je nach Einsatz für ein mal behagliches, mal rustikales, mal stilvolles und dann wieder künstlerisches Ambiente.

Doch neben der natürlich wirkenden Ausstrahlung verfügen Holzrahmen-Fenster auch auf der sachlichen Ebene der rein physikalischen Eigenschaften über viele attraktive Vorzüge.

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Diese Vorzüge – in Verein mit neueren Fertigungs- und Behandlungstechniken, welche die Verarbeitung und Festigkeit von Holzrahmen verbessern – haben dem Holzfenster seine fulminante Renaissance verschafft.

Was Holzfenster heute können, was für und gegen ihren Einsatz spricht, das lesen Sie in diesem Beitrag.

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Historisch: Das Wohnen mit Holzfenstern

Holzfenster mit Sprossen

Wie die gesamte Architektur hat sich auch das Holzfenster in den letzten hundert Jahren stark gewandelt.

Bis ins späte 19. Jahrhundert war das Holzfenster im Bau alternativlos - und zwar buchstäblich.
Es gab schlicht nichts anderes.

Dies änderte sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts rasch.

Noch in der Gründerzeit waren Holzfenster in Doppelkastenbauweise von Region zu Region in unterschiedlichen Standardmaßen gefertigt worden, von Hand. Nun führten neue Technologien und bauwissenschaftliche Erkenntnisse zu einer Funktionserweiterung.

Das Fenster entwickelte sich von der glasgeschützten, funktionalen Wandöffnung fort zu einem vielseitig form- und einsetzbaren, modularisierten Fassadenbestandteil.

Mit Holzfenstern ins 21. Jahrhundert

Bis hinein in die 1960er Jahre gehörten die – später industriell massenhaft produzierten – Holzfenster zum allgemeinen Wohnstandard.
Zugleich führte das Zusammenspiel mehrerer Umstände schon seit den frühen 50er Jahren zu seiner Ablösung.

Zum einen der enorme Baubedarf in der Nachkriegs- und Wirtschafts­wunderzeit. Im Krieg zerstörte architektonische Substanz musste repariert oder ersetzt werden. Millionen von Flüchtlingen brauchten ein festes Dach über dem Kopf.
Es wurde gebaut, gebaut, gebaut.
Eingehende Forschung an neuen Fenster-Technologien und deren Umsetzung in der industriellen Produktion wurden zur lukrativen Beschäftigung.

Zum anderen wirkte sich die Nachfrage nach Rüstungs-und Kriegsgütern im Koreakrieg 1950-53 für die deutsche (und allgemeiner, westeuropäische) Wirtschaft wie ein Kickstart aus, der innerhalb weniger Jahre zur Vollbeschäftigung und zu - u.a. für den privaten Bausektor - verfügbaren Geldmitteln führte.

Außerdem begann mit der Nachkriegs-Rekonstruktion und besonders der wirtschaftlichen Aufholjagd gegenüber den USA in ganz Westeuropa ein beispielloser Wiederaufstieg - das Wirtschaftswunder in Deutschland, Milagro español und Miracolo economico italiano in Spanien und Italien, die Trente Glorieuses in Frankreich - , der bis bis zum Ölpreis-Schock der frühen 1973 anhielt.

All dies schlug sich in einem jahrzehntelangen privaten, öffentlichen und industriellen Bauboom nieder. Hunderttausende, Millionen, ja Abermillionen von Fenstern wurden gebraucht.

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Aufstieg des Kunststofffensters

Seit 1954 das Kunststofffenster in die industrielle Serienfertigung ging und sich in Deutschland innerhalb einer Dekade als vorherrschend durchsetzte, fiel das Holzfenster weiter und weiter zurück. In den 1960er Jahren hatte es sich über 60% des Marktes für Neubauten erobert.
Im übrigen Westeuropa, dessen stilprägende traditionelle Bausubstanz sich über den Krieg in höherem Maß erhalten hatte, blieb das Holzfenster mit 70%-igem Anteil vorherrschend.

In den 1970er und 80er Jahren hielten Einfachfenster mit Doppelverglasung und neben den Rahmen aus Holz oder Kunststoff und Aluminium Einzug in den Wohnungsbau.
Mit über 60%-igem Anteil aller verbauten Fenster in Deutschland waren Fenster mit Rahmen aus Kunststoff weitaus beliebter als solche aus Holz oder Aluminium.

Holzfenster in der Gegenwart

Mit neuen und neuesten, auch computergestützten Fertigungs­techniken gelang in den 1990er Jahren schließlich die Herstellung von gewölbten Fenstern in Serie, die die architektonischen Einsatzmöglichkeiten von Glas umfassend erweiterten. Von den vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlicher Verglasungen zu schweigen.

Im 21. Jahrhundert kommen auf dieser Basis die physikalischen Vorteile von Holzrahmen gegenüber Kunststoff und Aluminium erneut zum Tragen.

Das färbt auch auf den Bau von Einfamilienhäusern ab: Holzfenster können mehr als andere Fenster. Die mit ihnen verbundene Wohnqualität ist immer noch unschlagbar.
Auch das Verhalten von Holzrahmen in Bränden lässt Kunststoff­rahmen weit hinter sich.

Heute steigen Holzfenster in ihrer Beliebtheit wieder - auch und gerade im Aufbau von Wintergärten -, während Kunststoff als Rahmenmaterial tendenziell zurückfällt.

Wie erklärt sich die Renaissance des Holzfensters? Was ist es, das für das Holzfenster spricht?

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11 schlagende Vorteile von Holzfenstern

  1. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit der Holzstruktur wirkt der Bildung von Wärmebrücken entgegen – der Ener­gie­verlust im Winter wird minimiert. Bei der Energieersparnis sind Holzfenster bisher unerreicht.
  2. Effizienz in der Fertigung: Schon ein 1 cm dickes Holzbrett bietet denselben Schutz vor Wärmeverlust wie eine 10 cm dicke Ziegelmauer. Eine Mehrkammern-Technik wie beim Kunststoffrahmen, die umständliche Produktionsschritte erfordert, entfällt.
  3. Wegen der großen Auswahl an Festigkeitswerten der eingesetzten Hölzer von Dark Red Meranti und Eiche bis Mahagoni lassen sich stabile Holzfenster leicht herstellen – und auch fast beliebig individuell formen.
  4. Holzfenster, im Gegensatz zu Hohlrahmen stets massiv gefertig, halten mechanischen Beanspruchungen ausgezeichnet stand.
  5. Wegen ihrer hohen Regulation der Luftfeuchtigkeit vermindern Holzfenster die Bildung von Kondenswasser – und verringern damit die Gefahr von Schimmelbildung.
  6. Kleinere Defekte am Holzrahmen können leicht ausgebessert werden – bei Metall- oder Kunststofffenstern bleibt nur der Austausch des gesamten Rahmenteils.
  7. Formfestigkeit, Haltbarkeit und Witterungsschutz können mithilfe neuerer, biozidfreier mechanischer und thermischer Prozessen zusätzlich gestärkt werden. Im Vergleich zu Kunststofffenstern ist die Verarbeitung nachhaltig bewirtschafteten Holzes die ökologisch vertretbarere.
  8. Umweltfreundlich ist auch ihre spätere Entsorgung. Holz setzt beim späteren Verrotten nur die CO2-Mengen frei, die es beim Aufwuchs aufgenommen hat – es gilt daher als CO2-neutral.
  9. Bei richtiger Beschichtung und Pflege allerdings brauchen Sie an die Entsorgung erst einmal nicht zu denken: Holzfenster bleiben viele, viele Jahrzehnte lang haltbar.
  10. Brandschutz: Holzfenster bleiben auch bei größerer Hitze länger formbeständig – anders als Kunststofffenster, die sich schneller verformen, schützen Holzfenster die Fensterluke und verhindern so zumindest eine Zeitlang die Versorgung des Brandes mit frischem Sauerstoff.
  11. Und schließlich laden Holzfenster sich – im Gegensatz beispielsweise zu Aluminium-Fenstern oder Kunststoff­fenstern – nicht elektrostatisch auf.

Soweit die - unschlagbaren - Vorteile.

Was ist bei Holzfenstern zu bedenken?

Die Nachteile:

Holzfenster - klassisch

Tricky - klassisches Holzfenster
mit integriertem Laden

Holzfenster, verglichen mit Kunststofffenstern, sind kostspielig und – wichtig für Statiker – auch schwerer.

Hinzu kommt der höhere Pflegebedarf. Holzrahmen verdanken ihn ihrer natürlichen Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit.

Schließlich, was die unverkennbare Ästhetik des Holzfensters betrifft, zählt der Umstand, dass seine natürlich Optik nicht jedermanns Sache ist.

Die neuen und alten positiven Eigenschaften des Baumaterials Holz jedoch genügten in den letzten Jahren, Holzfenster auch für Architekten und Bauherren von Energiespar- und Passivhäusern wieder zum Werkstoff der Wahl zu machen.

Fenster-Hersteller kamen ihren Bedürfnissen entgegen und schufen durch neue Behandlungstechniken im Fertigungsprozess eine zusätzliche Verstärkung der natürlichen Materialfestigkeit von Holzrahmen und Verbindungsstücken.

Wohnen und Wohlfühlen

Neben den sachlich-technischen Aspekten des Raumklimas, des Materials und des Brandschutzes spielt für viele Bauherren aber nach wie vor in erster Linie die wohnliche Anmutung des Werkstoffes Holz die Hauptrolle.

Kuppel auf mit Holzrahmen

Gemeinsam haben Holzfenster ihre spezifisch natürliche Ausstrahlung. Dadurch scheinen sie zunächst festgelegt.
Auf längere Sicht jedoch sind sie in ihrer Gestaltung flexibler als die Rahmen aus anderen Materialien.

Denn Holzfenster sind farblich variabel. Eine Beize oder ein deckender Lack etwa können nachträglich geändert werden. Anders z.B. die Tiefenfärbung eines Aluminium- oder eines Kunststoffrahmens.

Sie können zwar auch beim Holzrahmen Beschichtung und Farbe nicht ohne jeden Aufwand austauschen - Abbeizen und neue Farbgebung, neuer Lack sind ohne Ausbau und Schleifen kaum zu haben.

Über die Jahrzehnte hin aber, und das unterscheidet Holz­fenster von Aluminium- oder Kunststoffrahmen, ist es doch immer wieder möglich, sie durch neue Anstriche den geänderten Farbansprüchen der jeweiligen Zeit anzupassen.

Sie geben Ihren Fensterrahmen ein neues Design – und nicht nur die Fenster wirken wie fast wieder neu.

Denn durch moderne Fenster, die optisch das Gesamtbild des Gebäudes mitbestimmen, geht Ihr ganzes Haus mit der Zeit.

Neben ihren Optionen im Farbdesign und in der Beize bieten Holzfenster auch eine vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Holzarten und deren optischen Wirkungen und Wohnqualitäten.

 

Holzfenster: Die Preise

Holzfenster-Preise liegen zumeist etwas höher als die von Kunststofffenstern. Nur Aluminiumfenster sind teurer – ausgenommen teurere Rahmen aus Tropenholz.

Holzfensterfassade

Klassischer Beeindruckungsbau -
auch mit Holzfenstern möglich

Kiefer, Tanne, Fichte haben die niedrigsten Materialpreise.

Am teuersten sind seltene exotische Hölzer (die in der deutschen Fenster-Produktion übrigens ausnahmslos von nachhaltig bewirtschafteten Holzfarmen stammen) und qualitativ besonders anspruchsvolle Harthölzer (mehr darüber in unserem Holzfenster-Preisvergleich).

Mehrfachverglasungen, Wärme- und Schallschutzkonstruktionen erhöhen den Preis von Holzfenstern wie den aller anderen Fenstertypen auch – aber ebenso die positiven Dämm- und ggf. Sicherheitseigenschaften Ihrer Fenster (vgl. Verglasungen).

Holzarten
Kiefer Meranti Lärche Eiche
Basispreis siehe Holzfenster-Preisvergleich   plus 5-10% plus 10% plus 25%

Zusätzlich zur Holzart bestimmt auch die gewählte Holzqualität und –beschichtung eine Rolle; ferner das Profil.

Eckig Rund
Basispreis siehe Holzfenster-Preisvergleich   plus 5%

Neben reinen Holzfensterformen stehen gegen moderaten Aufpreis auch Holz-Aluminium-Verbindungen im Rahmen zur Verfügung (ein besonders wirksamer Schutz gegen Kältebrücken).
Diese Rahmen eigenen sich besonders gut als Dachfenster.

Hinzu kommt ggf. die passende Fensterbank, der passende Insekten- und Sonnenschutz. Bei Handarbeit sind Zuschläge von 50% bis 300% (!) möglich.
Zu den Mehrpreisen für Holz-Sprossenfenster vgl. Sprossenfenster und Sprossenfenster Preisvergleich.

Preise und Angebote für Holzfenster

Auch zu Holzfenstern bietet Ihnen Fenster-Preise.net ausführliche Preisvergleiche an, individuell zugeschnitten auf Ihr Haus.

Qualität!

Worauf sollten Sie nun – abgesehen vom Preis – bei der Auswahl Ihrer Holzfenster achten?

Die richtige Verglasung vorausgesetzt, sollten Sie die folgende Punkte bei der Beurteilung Ihrer Holzfenster in den Vordergrund stellen:

  • Die gewählte Holzverfestigung hinsichtlich der Gestaltung der Eckverbindungen,
  • die Verleimung und Verbindung der einzelnen Fensterbestandteile sowie der Schliff der Holzoberflächen,
  • die Art der Grundierung bezüglich der Farbgebungsmöglichkeiten sowie dem Materialschutz (beispielsweise gegen Pilzbefall),
  • die Füllung und Versiegelung zur Verhinderung von Feuchtigkeits- und Wassereinlagerungen,
  • sowie die Schlussbeschichtung hinsichtlich ihrer schützenden und dekorativen Eigenschaften.
 

Holzfenster: Die Pflege

Im Alltag sicher der größte Nachteil von Holzfenstern gegenüber Alu- und Kunststofffenstern: Der vergleichsweise hohe Aufwand, den ihr Wert- und Funktionserhalt mit sich bringt.
Das Alter von mehreren Jahrzehnten, mit dem Holzfenster sowohl Metall- als auch Kunststofffenster übertreffen, erreichen sie nur dann, wenn sie – in größeren Abständen – regelmäßig gepflegt werden.

Aber auch hier hat sich Einiges getan.

Die Vorbehandlung bei der Fertigung und neue Nano-Beschichtungen, mit denen das Holz gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt und pflegeleichter gemacht wird, haben die notwendige Pflege-Zuwendung auf ein Minimum gedrückt.

Holzfenster-Reparatur

Genügt leider nicht immer:
Fensterpflege durch Hobby-Heimwerker

Vor allem die Behandlung der Holzoberflächen und die Anzahl und Dichte der Beschichtungen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Mussten Holzfenster bis vor wenigen Jahrzehnten noch alle zwei bis fünf Jahre neu lackiert werden, so werden inzwischen Holzfenster angeboten, die sogar nur alle 10 Jahre einen Sanierungsanstrich erfordern.

Doch auch bei den neuen Holzfenstern ist dieser innovative Holzschutz nicht zuletzt eine Frage des Preise. Ein finanzieller Einsatz andererseits, der langfristig durch gut aussehende, dichte Holzfenster belohnt werden kann.

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