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Brandschutzfenster

Eine besondere Form der Sicherheitsverglasung bieten Brandschutzfenster. Zwar werden sie in privaten Häusern nur selten eingesetzt – in der Industrie, in Forschung und Fertigung, in Krankenhäusern, Behördenbauten und Schulen jedoch sorgen sie tagtäglich für erhöhte Sicherheit gegenüber Rauch, Brand und Feuer. Brandschutz aus Glas kann helfen, Menschenleben und Sachwerte zu sichern – und ermöglicht zugleich eine offene und transparente Architektur.

Brandschutzfenster bei der Feuerwehr

© Light Impression – Fotolia.com

Die Aufgaben, die sich an eine wirksame Brandschutzverglasung richten, sind leicht definiert. Brandschutzfenster sollen den Ausbruch eines Brandes verhindern (z.B. durch Isolierung brennbarer Bereiche gegen solche mit offenen Flammen in Produktion oder Labors); sie sollen im Falle eines Feuers dessen Ausbreitung erschweren – und sie sollen Rettungs- und Löscharbeiten erleichtern und gewährleisten.
Brandschutzsysteme, in denen Brandschutzfenster eine Rolle spielen, umfassen daher folgende Funktionen:

  • Die Trennung unterschiedlich hitzeintensiver bzw. brandgefährdeter Sphären.
  • Aufrechterhaltung von Feuerbarrieren, um seitliches oder vertikales Aus- und Übergreifen von Bränden durch Wände und Decken zu verhindern.
  • Bildung von Brand- und Rauchabschnitten mit sicheren Zonen, in denen gefährdete Personen bis zum Eintreffen der Feuerwehr geschützt sind.
  • Die Freihaltung von Flucht- und Rettungswegen.

Brandschutzverglasungen unterliegen strengen Prüf- und Zertifizierungskriterien, um diesen Aufgaben zu genügen. Es ist allerdings wenig sinnvoll, allein von “Brandschutzglas” zu sprechen – der Einbau von 1 m2 Brandschutzglas in einen beliebigen Rahmen etwa ergibt keinen verlässlichen Brandschutz.
Viele Hersteller bieten daher komplette Brandschutzsysteme an, die Brandschutzglas, Befestigungsmaterial, Rahmen und Dichtung umfassen und bereits durch das Deutsche Institut für Bautechnik zugelassen wurden. Sonderlösungen hingegen müssen von der zuständigen obersten Bauaufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslands per Zustimmung im Einzelfall genehmigt werden.

Brandschutzverglasung in DIN und EN

Zur Genehmigung müssen die Brandschutzfenster entweder deutschen oder – seit 2002 – europäischen Normen entsprechen. Die europäische Norm ist Voraussetzung für den Verkauf ins EU-Ausland; für einen Verkauf innerhalb Deutschlands kann der Hersteller sich zwischen einer Zertifizierung nach der deutschen oder nach der europäischen Norm entscheiden. Die europäische EN ist differenzierter in ihrer Ausgestaltung, stellt aber kein höheren Ansprüche als die deutsche DIN. EN und DIN berühren sich inhaltlich in weiten Teilen, sind aber in der Nomenklatur nicht deckungsgleich.

Die deutsche Norm

Jeder Brand verläuft anders. Einen Brand zu simulieren und die Abläufe und das Brandverhalten von Bauteilen daraus abzuleiten, ist daher äußerst schwierig. Als Prüfmaß gilt vor diesem Hintergrund europaweit eine standardisierte Kurve – ISO-Kurve oder Einheitstemperaturkurve (ETK) -, anhand derer das Verhalten der geprüften Materialien in Brandfällen vergleichbar wird.

Bei dem Temperatur-Zeit-Verlauf der ETK geht es nicht darum, einen realistischen Brand nachzuahmen, sondern vielmehr die Frage zu beantworten:
Wie verhalten sich Materialien, wenn ein Brand sich so verhält wie in der Einheitstemperaturkurve angegeben?

Brandtest ...

© Gina Sanders – Fotolia.com

Geprüft wird folgendermaßen: In einem standardisierten Brand steigt die Temperatur nach der ETK schon nach 1,5 Minuten auf 500 C° an, nach 90 Minuten liegt die Temperatur bei über 700 C°, nach 180 Minuten bei nahezu 900 C°. Bei dieser Hitzeentwicklung können bereits Zinn, Blei, Zink, Aluminium, Kochsalz schmelzen; in Bauteilen und Textilien, Klebern und Möbeln enthaltene Chemikalien erzeugen bei solchen Hitzegraden bzw. im Feuer giftige Rauchgase – die im Kontakt mit Feuchtigkeit (z.B. in der Lunge) u.a. Salzsäure bilden bzw. als Kohlenmono- oder dioxid lebensgefährliche Vergiftungen verursachen können. Brandgas ist statistisch eine weitaus häufigere Todesursache als Verbrennungen durch das Feuer selbst.
Transparente Brandschutzsysteme müssen daher nicht nur den genannten Hitzegraden widerstehen, sondern auch gegen Rauch und toxische Gase schützen.

Bauteile, die dem Brandschutz dienen – darunter auch Brandschutzverglasungen – werden zur besseren Klassifikation in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Im Testofen werden Glas und Brandschutzsystem den Hitzegraden der ETK ausgesetzt – dort müssen sie über den definierten Zeitraum Funktion, Tragfähigkeit und Beständigkeit beibehalten:

G Glas

Fenster der Feuerwiderstandsklasse G genügen den Ansprüchen des Raumabschlusses. Damit gewähren sie:

  • Schutz vor Feuer
  • und Schutz vor Rauch.

G Glas bietet allerdings keinen Hitzeschutz. Damit ist Brandschutzglas der Feuerwiderstandsklasse G nicht geeignet für den Einbau in Außenwände, für die eine Auslegung als Brandwand (90 Minuten Feuerschutz) vorgeschrieben ist. Sie können ausschließlich im Innenbereich eingesetzt werden und auch dies nur, wenn die geforderte Einzelfall-Zustimmung der zuständigen Behörde vorliegt.

Die Zahl hinter der Kennzeichnung G gibt an, wie viele Minuten feuerbeständiges Glas diesen Schutz bietet und dem Feuer standhält.

Tabelle Feuerwiderstandsklasse G / Brandschutzsysteme
Widerstandsklasse Widerstandsdauer in Minuten
(nach ETK)
Eigenschaft
G30 30 Feuerhemmend
G60 60 Hochfeuerhemmend
G90 90 Feuerbeständig
G120 120 Feuerbeständig
G180 180 Feuerbeständig

F Glas

Brandschutzglas der Feuerwiderstandsklasse F muss raumabschließend und hitzeblockierend sein. Das heißt, es bietet:

  • Schutz vor Feuer,
  • Schutz vor Rauch
  • und Schutz vor Selbstentzündung durch Hitzeentwicklung.

Die Einteilung der Widerstandsklasse F entspricht der Einteilung der G-Klasse:

Tabelle Feuerwiderstandsklasse F / Brandschutzsysteme
Widerstandsklasse Widerstandsdauer in Minuten
(nach ETK)
Eigenschaft
F30 30 Feuerhemmend
F60 60 Hochfeuerhemmend
F90 90 Feuerbeständig
F120 120 Feuerbeständig
F180 180 Feuerbeständig

Wenn Sicht- oder Lichtluken dort eingebaut werden sollen, wo feuerhemmende bzw. feuerbeständige Wänden und Decken vorgeschrieben sind, dürfen ausschließlich Brandschutzfenster der Feuerwiderstandsklasse F verbaut werden – bzw. deren Pendant in der europäischen Norm (Bezeichnung EI).

Die europäische Norm

2002 wurde das europäische Klassifizierungssystem DIN EN 13501 in das deutsche Baurecht eingeführt. Die europäische Klassifizierung ersetzt nicht die deutsche DIN 4102 – Produkte für den deutschen Markt können sowohl nach der deutschen als auch nach der europäischen Norm klassifiziert werden. Für Zulassungen im europäischen Raum allerdings ist die Klassifizierung nach DIN EN 13501 notwendig.
Während die deutsche Norm nur Unterteilungen in 30, 60, 90, 120 und 180 Minuten vornimmt, ist die Widerstandsdauer der europäischen Norm detaillierter: Sie umfasst die Zeiträume 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 und 240 Minuten.
Grundlage der Prüfung nach DIN EN 13501 ist ebenfalls die Einheitstemperaturkurve ETK. Den Zeitangaben werden weitere Klassifizierungsmerkmale vorangestellt, bezeichnet durch die Buchstaben (einzeln oder in Kombination) R, E, I, W und M:

Tabelle Klassifizierungsmerkmale EN
Kurzzeichen Herkunft Eigenschaft
R Résistance Tragfähig
E Étancheité Raumabschließend
I Isolation Thermisch isolierend
W Radiation Reduzierte Hitzestrahlung
M Mechanical Resistent gegen Stoßbeanspruchung

Beispiele:
Ein Brandschutzfenster mit der Klassifizierung E bietet Schutz vor Feuer und Rauch; damit entspricht es einer G-Verglasung nach DIN.
EI schützt – wie F-Glas – zusätzlich vor Hitzeentwicklung.
Mit EW klassifiziertes Glas bietet neben dem Raumabschluss eine reduzierte Hitzestrahlung, es bildet eine Zwischenstufe zwischen E- und EI-Glas. Eine Entsprechung in der deutschen Norm gibt es für EW-Glas nicht.

Fenster, die in feuerbeständige Wände eingesetzt werden sollen und nach der EN klassifiziert sind, müssen mit EI gekennzeichnet sein.

Der Aufbau von Brandschutzfenstern

Der Aufbau von Brandschutzverglasungen ähnelt dem Aufbau von anderen Funktionsverglasungen wie Sicherheits- oder Isolierverglasung – nur wird hier anstelle der dort verwendeten Folien eine spezielle feuerresistente Folie zwischen den Scheiben verarbeitet.

“State of the Art” sind heute wasserhaltige Gelfüllungen in den Scheibenzwischenräumen. Im Falle eines Brandes platzt die dem Feuer zugewandte Fensterscheibe und setzt das Gel frei: Die Flüssigkeit in dem Gel kühlt die Temperatur vor der Glasscheibe ab und sorgt schon dadurch für einen Hitzeschutz auf der anderen Seite der Verglasung. Bei Temperaturen über 120 C° schäumt das Gel zusätzlich auf und wird undurchsichtig – die Hitzedurchstrahlung wird hiermit weiter minimiert. Die Temperatur hinter der Brandschutzscheibe darf im Brandfall 140 °K im Mittel (180 °K an Einzelstellen) nicht überschreiten.

Durch Kombination unterschiedlicher Folien kann die Funktionialität von Brandschutzglas mit weiteren Eigenschaften ergänzt werden:

  • Wärmedämmung
  • Sonnenschutz
  • Schallschutz
  • Einbruchsicherheit
  • Durchschuss- oder Sprengschutz
  • Absturzsicherheit

Brandschutzsysteme

Um Brandschutz zu gewährleisten, darf – wie angedeutet – ein Brandschutzsystem nicht nur aus feuerhemmenden, bzw. feuerbeständigem Glas bestehen. Genauso wichtig sind geeignetes Rahmen- und Befestigungsmaterial sowie eine brandschutzgerechte Dichtung. Daher werden nur komplette Brandschutzsysteme in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt; zertifiziert sind sie dementsprechend nur als Komplettverbund erhältlich.
Überraschenderweise ist neben Aluminium ausgerechnet der brennbare Baustoff Holz als Rahmenmaterial für Brandschutzfenster besonders geeignet. Kunststoff eignet sich für Brandschutzfenster hingegen nicht. Im Falle eines Brandes käme es auch hier zur giftigen Rauch- und ggf. Salzsäure-Entwicklung.

Preise für Brandschutzfenster

Auch für private Häuser können Bauordnungen Brandschutzverglasung z.B. an Bebauungsgrenzen oder für Heizungsräume vorschreiben. Dies ist in der Tat sinnvoll – denn hiermit kann die Ausbreitung von Bränden im ganzen Haus oder auch das Überspringen von Feuer auf Nachbarhäuser unterbunden werden. Brandschutzfenster können Menschenleben retten!
Allerdings haben Brandschutzfenster ihren Preis – F90-Fenster z.B. kosten inklusive Montage zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. Ob ein so hoher Feuerwiderstandsgrad für Ihr Haus oder Bauvorhaben vorgeschrieben bzw. notwendig ist, darüber berät Sie gern ihr Fensterfachmann vor Ort.

10 Responses to Brandschutzfenster
  1. Aidim
    April 10, 2013 | 09:40

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bitte Sie um ein Angebot inklusive Montage fuer 2 Aluminium Brandschutzfenster festverglasung …Raum Frankfurt………
    50 cm x 50 cm und 50 cm (Hoehe) x 50 cm (Laenge), wie tief ist die die Verglasung?
    Mit freundlichen Gruessen
    M. Aidim

    • hsf
      April 11, 2013 | 12:38

      Am besten, Sie gehen über unser Kontaktformular, dann können wir sie sofort an die “zuständigen” Fachbetriebe in Ihrer Region weiterleiten. Von dort aus erhalten Sie in kürzester Zeit passende Angebote von Fenstern mit Brandschutz-Verglasung zum Vergleich.

  2. Yalda
    Juni 24, 2013 | 21:21

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    könnten Sie mir schicken Sie Ihr Angebot von Euro / M ² für Brandschutz Fenster F90, F60, F30
    Ich warte auf Ihre dringende Antwort.

    mit freundlichen Grüßen

  3. H. Ehlers
    Mai 16, 2014 | 10:36

    Benötige 2 F90 Außenfenster für Denkmalschutzobjekt 870×1260 mm mit Ornamentverglasung eventuell mit Einbau bei Magdeburg?

    • Stefan Finke
      Mai 16, 2014 | 15:14

      Hallo Frau Ehlers,

      wir haben das ja jetzt sozusagen “per Hand” auf den Weg gebracht – für alle, die diesen Kommentar lesen, allerdings der Hinweis: Am schnellsten geht es, wenn Sie das Formular auf der Seite Angebote im Vergleich nutzen. Spezielle Wünsche, für die es im Formular keine Optionen gibt (wie z.B. Fenster für den Brandschutz), können Sie gern im Nachrichten-Feld beauftragen. Ohnehin fragen wir bei Unklarheiten immer noch einmal telefonisch nach, damit Ihr Auftrag richtig auf den Weg gebracht wird.

      Viele Grüße
      Hanns-Stefan Finke

  4. Thomas Schiffer
    Mai 28, 2014 | 11:45

    Wir benötigen für einen Kunden zwei festverglaste Brandschutzfenster. Die folgende Kriterien erfüllen sollten.
    Erstens mindetsens Uw 1,3 da von der Garage in den Wohnraum, zweitens F30

  5. Ingenieurbüro Strecker
    Oktober 30, 2014 | 07:54

    Ich benötige 3 Fenster 200×138 mit F90
    Wo bekomme ich die + ~ Kosten

    Danke !

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